Folge 101 – Vercoacht? Nach dem Spiel H96 gegen den HSV

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Ein deutlich verbessertes Hannover gegen ein HSV der teilweise sein “altes” HSV Auswärtsgesicht zeigte. Am Ende schlug “Danger” zu und rettet dem HSV zumindest einen Punkt in Hannover und bleibt 2020 ohne Niederlage.

Viel Spaß in der aktuellen Folge. Zu Gast Steffen und Michael

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Ein Kommentar

  • Trapper Seitenberg

    Zur Frage “vercoacht”:
    Hecking hat auf den Spielverlauf reagiert. Die Mannschaft hat in der ersten viertel Stunde nach der Pause kaum Chancen kreiert, Das lag nicht so sehr an Jatta oder Hinterseer sondern an zwei Faktoren:

    1.) Letschert und RvD haben vorsichtiger im Spielaufbau gespielt als zuletzt, Im Zweifel quer und zurück als vertikal. Da fehlte Mut und Entschlossenheit; Auch Jung spielte als Umschaltstation übervorsichtig und lieber quer oder zurück, wenig vertikal. Zudem sieht man kaum den direkten Pass sondern er braucht oft leider zwei o. drei Kontakte, wo ein Fein direkt spielt und damit das Spiel beschleunigt. In Summe kann der Gegner durch den Tempoverlust sich ordnen und die Räume wieder schließen, bzw. verengen.
    2.) 96 hat wie ich es dir neulich vorhergesagt habe immer wieder beide IVs attackiert und den Sechser zugestellt,.Dadurch kam es oft zu den Bällen auf HF, der dann den langen Hafer spielen musste.
    Ein Spiel in engen Räumen und ohne fluiden Spielaufbau ist exakt das, was die Stärken des HSV neutralisiert und wird von allen Gegnern inzwischen angestrebt.
    Darauf hat Hecking also mit zwei 1:1 Wechseln Stürmer für Stürmer, RA für RA reagiert.
    Harnick ist nicht so schnell wie Jatta, aber ein erfahrener, “abgewichster” Profi. Den in so ein Spiel zu bringen, wenn Jattas Stärken eher nicht so zur Geltung kommen, ist mindestens nachvollziehbar.,
    Pohjanpalo ist sicher nicht so stark mit dem Rücken zum Tor wie Hinterseer oder bei hohen Bällen, dafür aber dynamischer in engen Räumen und braucht offenbar zumindest derzeit weniger Chancen. Daher ist auch dieser Wechsel nachvollziehbar. Am Ende sichert er ja auch durch sein Tor den Punkt,

    “Vercoacht” könnte man es nennen, wenn ein Trainer ohne Not in einer Druckphase des Gegners die eigene Abwehr schwächt, obwohl man auch dann argumentieren kann, dass man durch eine bessere Offensive eben die Abwehr entlastet. Dieses eher ungewöhnliche Vorgehen ist also nicht einmal so klar und eindeutig.

    Vercoacht wäre nur einen langsamen Mann gegen einen schnellen oder einen Wurzelzwerk gegen einen Riesen zu stellen. Klar vercoacht war seinerzeit auch Armin Vehlers reine Weltidee, einen Zappelphilipp ohne Spielübersicht wie Pitroipa als 10er und einen auf den kurzen Antritt trainierten Petric auf die laufintensive RA-Position zu stellen. Und zwar deswegen, weil es Mismatches sind/waren.

    Ansonsten muss man dem Trainer zubilligen, dass er eben so wechselt, Ein klares Vercoachen ist hier niemals zu belegen. Ich persönlich war sogar froh, dass Hecking relativ frühzeitig reagiert hat, da ich auch nicht das Gefühl hatte, dass die Mannschaft anders zum Ausgleich kommt als höchstens durch einen Fernschuss oder einen Standard.

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