Folge 044 – Waldorf & Statler Ausgabe 03 mit Krischan & HeLuecht

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2 Tage nach dem “Grottenkick” in beim VFL Bochum und 1 Tag vor dem Viertelfinale im DFB Pokal beim SC Paderborn 07 haben Jörg und ich über das Spiel, dem Debut von Köhlert, Fiete Arp, dem Pokalspiel und über den FC St. Pauli gesprochen. Hier einige Links, die wir in der Sendung angesprochen haben vom Millernton:

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5 Kommentare

  • Himmel, hilf! Ich nehme hier nur zu einer Sache, der der angeblich doch erfahrenen Mannschaft des HSV, Stellung:
    1. Pollersbeck hat 10 (!) Bundesliga-Spiele auf den Buckel. Der Rest ist 2. Liga UND DARUNTER. Fakt!
    2. Papa steht zwar im Kader, hat aber exakt wie viele Spiele in dieser Saison tatsächlich zur Verfügung gestanden? Wie kann man den also einrechnen, obwohl der gar nicht spielen konnte?! Muss an mir erst mal erklären. Bin gespannt.
    3. Gleiches gilt für Gideon Jung. War verletzt. Konnte bisher kaum spielen und ist weit von Bestform entfernt.
    4. Arp einzurechnen ist auch nicht sinnvoll, denn der ist bisher den Nachweis, dass er tatsächlich mehr als ein Talent ist, absolut schuldig geblieben. Was soll der also zum angeblichen Potenzial oder zur Erfahrung als Beleg beitragen? Der Junge ist inzwischen nicht einmal mehr im Kader!
    5. Lasogga ist m.E. ein limitierter Zweitligastürmer, auf den Du angesichts seines Profils das gesamte Spiel der Mannschaft ausrichten musst, weil er sonst gar nichts bringt. Der wird viel zu hoch medial gehypt und für den gibt es vermutlich tatsächlich keinen Markt in der ersten Ligen der wichtigsten euopäischen Länder.
    6. Sakai, Douglas Santos, Holtby und Hunt kann man tatsächlich als erfahrene, etablierte Spieler sehen. Das wenigstens ist korrekt. Wer aber Augen im Kopf hat und nicht einfach nur seiner Mecker-Agenda folgen will, der hat möglicherweise bemerkt, dass Hunt mehrfach verletzt war und ebenfalls des Öfteren ausfiel.
    7. Bates kam aus einer fremden Liga, ist noch jung und im Bezug auf den deutschen Fußball unerfahren. Van Drongelen ist mit seinen gerade 20 Lenzen vergleichsweise erfahren, aber ebenfalls weit, weit von fertig ausgebildet und tatsächlich etablierter Erstligaspieler.
    Spieler in die Rechnung einzubeziehen, die nur rein theoretisch als Leistungsträger fungieren können, tatsächlich aber monatelang ausgefallen sind, das muss man erst mal bringen ohne sofort an seiner eigenen mentalen Fraktur zu zerschellen. Diese erkenntnistheoretische Schmerzbefreiung ist bemerkenswert. Auch aus gerade einmal knapp zweistellig absolvierten Partien in der ersten Bundesliga folgt was im Sinne der Behautpung? Antwort: Nichts! Ende und Aus.
    In der Summe also die Fakten sträflich ignorierende, bzw. grob hinbiegende Behautpungen Jörg. Verezeiht, aber das will ich mir dann nicht weiter anhören. Dazu ist mir meine Zeit dann doch einfach zu schade.

  • Im Grunde habe ich als Zuhörer nur Folgendes gelernt:
    Es wird hier wieder einmal versucht, mit dünner Erbsenzählerei (vulgo Quantitativer Methodik) zu belegen, dass sich die Mannschaft unter Wolf angeblich nicht entwickelt, bzw. zurückentwickelt habe. Warum die Punkteausbeute aktuell schwächer ist, – was stimmt und niemand bestreiten wird – diese Frage stellt sich Jörg als Fragesteller selbst anstatt sich um Erklärungsansätze zu kümmern. Dabei könnte man schon in Zweifel ziehen, ob ein temporärer Einbruch bei den erzielten Punkten allein für sich genommen überhaupt als Beleg taugt!
    Aber schon der quantitative Ansatz wird von ihm nicht sauber (s.o.) durchgezogen, weil objektive Fakten/Zahlen zur Ausfallzeiten und anderem einfach ignoriert werden, bzw. einfach “behauptet” wird, was bei genauerer Betrachtung differenziert werden müsste.
    Man könnte ja auch Wolf in Rechnung stellen, dass Hunt seit Wochen mehrheitlich nicht zur Verfügung stand. Wie wichtig der aber für das Team ist, dafür gibt es sogar rein quantitativ (anhand Punkte mit oder ohne ihn) zumindest ansatzweise Indizien.
    Von einer qualitativen Analyse, die meines Erachtens jeden quantitativen Befund unbedingt ergänzen sollte, sind wir dann immer noch meilenweit entfernt.
    Als Zuhörer lerne ich also in Wahrheit folgendes: Jörg ist mit dem Fußball unter Wolf unzufrieden (verständlich und legitim!), wünscht sich mehr Spektakel (wer nicht?!) arbeitet dabei aber methodisch aber unsauber. Im Kern wird hier mit arg begrenztem Faktenmaterial, mit methodischen Versatzstücken die eigene Unzufriedenheit, der Mangel am Spektakel pseudo-objektiviert begründet, nicht eine tatsächlich fachlich fundierte Kritik geübt. Das ist dann aber ausschließlich subjektive sogar teilweise zirkelschlüssige Meinung. Die darf jeder haben wie er/sie will. Warum zur Hölle aber sollte die mich interessieren? Ich laufe auch nie durch das Stadion und frage Hans und Franz: und, was sagst Du dazu?
    Vorschlag: Man kann ja auch ganz bewusst und unterhaltsam meckern, indem man augenzwinkernd mit den Fakten spielt und bewusst maßlos übertreibt. Das kann sogar sehr lustig sein. Dafür aber nehmt ihr Euch hier aber für meinen Geschmack, andere mögen das anders sehen, zu ernst.

    • christian@nurderhsv.de

      Moin Alex,
      vielen Dank für Dein Feedback.
      Möchte nur zu diesem Absatz Stellung beziehen:
      “Vorschlag: Man kann ja auch ganz bewusst und unterhaltsam meckern, indem man augenzwinkernd mit den Fakten spielt und bewusst maßlos übertreibt. Das kann sogar sehr lustig sein. Dafür aber nehmt ihr Euch hier aber für meinen Geschmack, andere mögen das anders sehen, zu ernst.”

      Ich nehme mich absolut nicht zu ernst. Diesen Podcast mache ich, weil es mir Spaß macht, mit anderen Leuten zu sprechen, zu diskutieren. Das ist der Hauptgrund. Dabei vertrete ich meine Meinung. Die muss nicht jedem gefallen. Und das ist auch gut so.
      Gruß nach Berlin.
      Vielleicht sieht man sich ja im Mai 😉

  • Meine obige Kritik ist sicher in Teilen hart formuliert. Sorry dafür.
    Mein Problem ist nicht, dass jemand, in diesem Falle Jorg, bei bestimmten Punkten anderer Meinung ist.
    Würde hier bspw. einfach gsagt, “mir persönlich gefällt die Spielweise des HSV unter Wolf nicht, mir ist das zu wenig Spektakel, zu viel Ballschieberei hintenherum”, ich hätte kein Problem mit dieser Wahrnehmung/Meinung, auch wenn ich sie so nicht gänzlich teile.

    Meine Verärgerung und das Gefühl zunehmender Langeweile setzten in dem Moment ein, indem unter Zuhilfenahme von selektiv ausgewählten Fakten/Daten der Anschein erweckt wurde, als sei diese Meinung damit objektiv hinreichend begründet. Und das ist sie eben nicht!
    Wer mit methodischen Versatzstücken jongliert, muss sich Kritik an der verwendeten Methodik gefallen lassen.

    Ich fand es auch sehr schade, dass wir alle nicht mehr herausfinden werden können, ob es Titz nicht doch gelungen wäre, mit der Mannschaft in Schwung zu kommen. Seine Entlassung bedauere ich immer noch! Das führt aber nicht dazu, dass ich dies unterschwelllig Hannes Wolf zu lasten lege, indem ich einfach behaupte, unter dem wäre nichts anders geworden, bzw. aufgrund einer statistischen Momentaufnahme nach 10 Spieltagen zu dem Schluss käme, dies könnte ich durch den erzielten Punkteschnitt tatsächlich belegen. Der Punkteschnitt ist EIN Indiz, allein ist er aber keinesfalls hinreichend.

    Theoretischer Beweis: Mannschaft X erzielt in der Saison 1 ohne Verletzungen der Schlüsselspieler 40 Punkte. In der folgenden Saison hat sie genau dort “Pech”, Außerdem wird sie überproportional von Schiedrichterentscheidungen negativ betroffen. Sie erreicht also bspw. nur 34 Punkte = -6.
    Hat sie dann tatsächlich schlechter performt? Mathematisch scheint es so. Hat auch der Trainer dann tatsächlich schlechter gearbeitet? Es scheint ja ebenfalls so.
    Tatsächliche Antwort: Das lässt sich daraus eben NICHT ableiten! Denn Fehlentscheidungen durch Schiedsrichter gleichen sich bei n=34 Spieltagen sogar sehr wahrscheinlich nie völlig aus, da “n” zu klein ist. Bspw. die Handspielregelung öffnet hier einen weiten Ermessensspielraum bis an die Grenze der Willkür. Kann eine Mannschaft begünstigen, aber auch mal benachteiligen. Auch über eine ganze Saison.
    Außerdem sind muskuläre Verletzungen evtl. Indiz für falsche Belastungssteuerung (Trainerschuld), Bänderverletzungen/Knochenbrüche etc. aber eher Pech, bzw. reiner Zufall. Das heißt, hier müsste man erst einmal nach Ursachen weiter differenzieren.
    Was ich mit diesem kurzen Beispiel nur ausdrücken möchte: Die vermeintlich so objektiven Zahlen sollten sachgerecht in diverse Bezüge gesetzt werden und, wie ich bereits mehrfach ausführte, durch eine Qualitative Analyse unbedingt ergänzt werden. Ansonsten entlarven sich daraus abgleitete Aussagen für den ausgebildeten Methodiker als vorschnell und tatsächlich absolut fehlerhaft.

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