Nach der Sommerpause ist vor dem Neustart

Nach dem “Schock” ist vor dem Neustart. Der #HSV ist tatsächlich abgestiegen.

Mit Rainer Rentzow von der Facebook-Seite “Der neue HSV” habe ich über den Abstieg, die Neuasurichtung, Christian Titz, Bernd Hoffmann, den aktuellen Kader usw gesprochen. Und ganz neu bei mir im Podcast: Das HSV Quiz.
“In Dino Veritas” aks Sascha Rebiger hat sich mit dem “Hoobs” zusammengetan und die beiden treten jetzt gemeinsam im “NurderHSVPod” auf. Ich drufte das große Erbe antreten und habe diesen Bereich “übernommen”. Danke Sascha!!
Es gibt auch ein neues Forum. Schaut mal vorbei:  www.nurderhsv-podcast.de
Viel Spaß. Auf in ein neues Abenteuer.
#NurderHSV
Gruß
Christian

 

 

The Ostholsteiner – Christian Gummig

Heute hatte ich dem Gründer von “The Ostholsteiner” zu Gast.  Die Firma mit den besonderen AGB.

Warum Christian Gummig seine Firma nicht nach Bremen liefert, was die AOL-Arene und Fan-Anleihe des #HSV mit ihm zu tun hat, erfahrt ihr im Podcast.

Natürlich haben wir auch über den HSV und seine Chancen gesprochen. Abstieg oder Klassenerhalt? Hört gerne rein. Viel Spaß.

 

 

 

Der Abstiegsfight 2018

Ein Krimi um den Relegationsplatz 2018. Kann der #HSV dort noch mal eingreifen? Ich hatte 3 wundere Gäste in “Einzelgesprächen” und habe die jetzt hier zusammengefügt. In ca. 120 Minuten erfahrt ihr alles zu folgenden Themen:

Warum steht Euer Verein da wo er jetzt steht?

Warum steigt Euer Verein nicht ab?

Was sagt ihr zum möglichen Gegner (Kiel / Regensburg) in der Relegation?

Wie sind Eure Tipps für die kommenden 3 Spieltag?

Am Ende löse ich auf und erzähle Euch die einzelnen Endstände. Wer steigt ab, wer muss in die Relegation und wer rettet sich direkt?

Herzliches Dankeschön an meine wunderbaren Gäste.

Für Mainz 05 war die Mara am Start ( Mara ) , für den VFL Wolfsburg durfte ich den Philip begrüßen und last but not least hat sich Michael für den SC Freiburg zur Verfügung gestellt.

 

“Für mich ist jetzt erst mal Schluss”

Kühne gibt dem Handelsblatt ein Interview  und alle drehen wieder durch.

Wo ich die ersten Statements gelesen habe, musste ich schmunzeln. Bei den Fans gab es fast “Freudensprünge”. Bei der Pressekonferenz wurde Gisdol auch zu diesem Thema befragt. Seine Antworten: Ich hab es auch erst heute gelesen und kann dazu nichts sagen. Ich konzentriere mich auf das sportliche. Jetzt den BVB dann Leverkusen. Danach kann ich mich dazu vielleicht äussern.

In dem Interview geht in 2 Fragen um den HSV. Er hat sein Engagement in Zahlen (ca. 60 Mio, davon rund 50% in Anteile) bestätigt. Das es unverhältnis viel Geld sei, in der Branche aber mittlerweile noch ganz andere Beträge gezahlt werden. Die Ablösesummen und den Transfermarkt findet er beängstigend. “Für mich ist jetzt erst mal Schluss”

In der 2. Frage geht es darum um er sich ungerecht behandelt fühlt. Dieses beneint er und das er öfters mal dem Mund hätte halten sollen.

Das war es. Daraus jetzt zu interpretieren, dass sein finanzielles Engagement beendet sei, finde ich schon sehr weit hergeholt.

Der HSV unter Bruchhagen hat des öfteren in den vergangenen Monaten erwähnt, dass man sich aus der Abhängigkeit von Kühne lösen möchte. Daher wurde ja zB auch der Transfer von Stafylidis von Augsburg nicht vollzogen.

Wenn der HSV in Zukunft finanzielle Probleme bekommen sollte, wird sich Kühne sicher zur Verfügung stellen. Hier meine ich zB wenn fest eingeplante Einnahmen nicht erzielt werden oder wenn die Verletztenmisere anhalten und in der Winterpause reagiert werden müsste.

Freuen wir uns also, wenn der HSV sein Geld nicht benötigen sollte. Es ist schön, für den NOTFALL einen Mann wie Kühne in der Hinterhand zu haben.

Aufgrund seiner Anteile wird er dem HSV sowieso erhalten bleiben.

#NurderHSV

 

Kleines Zwischenfazit

Wie sich die Stimmung in Hamburg binnen weniger Tage ändern kann. Nach dem Pokalspiel und dem ausscheiden in Osnabrück gegen den VFL haben viele regelrecht Panik geschoben. Alles wurde kritisiert und nieder gemacht. die Transfer unüberlegt und überteuert, die nicht erfolgte “Kaderbereinigung” in Hinblick auf die Personalkosten, der Abgang vom großen Talent Gregoritsch für nur ca. 5 Mio Euro Ablöse nach Augsburg, der Sohn vom ehemaligen HSVer Nico Jan Hoogma wechselt nach Hoffenheim und nicht zum HSV, mit van Drongelen wird ein Spieler geholt, den man nur zufällig während eines Testspiels im Trainingsspiel gesehen hat, mit Thoelke ein Spieler von einem Absteiger der 2. Liga geholt, der als Profi gescheitert sei, mit Pollersbeck für einen Torwart ohne Not Millionen verschleudert. Dann kam auch noch ein unzufriedener Klaus Michael Kühne daher und “pöbelte” in bester “ich-bin-gefrusteter-HSV-Fan-und-kotze-mich-mal-richtig-aus” daher und sprach von “Luschen”. Es war also alles bereitgemacht für einen Fehlstart in die Liga. “Jetzt wird es uns ganz sicher erwischen” hallte es durch die sozialen Netzwerke…

Jetzt steht der HSV nach Abschluss des 2. Spieltages mit 2 Siegen auf Platz 3 und hat 6 Punkte Vorsprung auf Platz 16. Sozusagen Tabellenführer des Restes nach Bayern und Dortmund 😉 Eine schöne Momentaufnahme.  Nach dem erwartet schweren Spiel gegen Augsburg und dem 1-0 Heimerfolg, folgte ein besseres Auftreten und ein absolut verdienter Auswärtssieg in Köln. Hoffen wir, dass sich unsere Nationalspieler jetzt in der Länderspielpause nicht verletzen. Die Auftritte in der Liga mache Mut und Lust auf den 3. Spieltag. Dort dürfen wir dann in den ersten Minuten zumindest wieder ein Blick auf die Tabelle werfen und die Tabellenführung genießen. Es wird ein sehr schwieriges Spiel gegen eine starke Mannschaft aus Leipzig.

Ich muss gestehen, dass ich in dieser Transferphase wenig bis gar nicht verfolgt habe, was so passiert ist oder passieren sollte außerhalb des HSV. Natürlich habe ich den größten Teil der Nachrichten und Spekulationen zum HSV gelesen. Oft genug aber den Kopf geschüttelt und mich noch öfters amüsiert.  Stand heute bin ich aber sehr zufrieden und ich sehe bisher auch keine Entscheidung, die ich nicht nachvollziehen kann.

Das leidige Kapitel Klaus-Michael Kühne. Puh. Was hat er nicht alles vom Stapel gelassen. Aber was steckt hinter diesen Äußerungen? Ich kann es nicht genau sagen. Wenn ich mir aber die Aussagen noch mal in Ruhe durchlese, so denke ich, dass ihm einiges nicht passt, was der HSV in der Transferphase gemacht bzw. nicht gemacht hat.  Direkte Einflussnahme ins operative Geschäft? Man kann es nicht nachweisen, aber ich denke, dass er in den vergangenen Jahren mehr eigenen Willen durchsetzen konnte, wie jetzt in der jüngsten Vergangenheit. Aber ich will auch gar nicht so sehr ins Detail gehen. Dieses Thema spaltet eh die HSV Gemeinde. Viele Meinungen haben sich verfestigt…

Wo sich der Großteil einig ist: Der HSV muss versuchen, sich schnellstmöglich von Kühne und seinen immer wieder notwendig gewordenen Millionendarlehen lösen. Aber wie soll dieses gelingen?

In meinen Augen ist der HSV schon dabei und hat sich eine Strategie auferlegt. Auf der einen Seite muss die Mannschaft verstärkt werden. Durch die größtenteils ablösefreien Abgänge (Djourou, Adler, Ostrzolek) ging eine gewisse Qualität verloren. Die Kassen waren leer. Ganz leer. Durch die Einnahmen bei dem Transfer von Gregoritsch nach Augsburg kamen ca. 5,5 Mio in die Kasse. Was also tun? Man hat sich der unter Beiersdorfer getroffenen Vereinbarung mit Kühne bedient und diese Fortgeführt. Aber es wurden keine absurden Ablösesummen gezahlt.

Hahn (6,0 Mio) für Gregoritsch –> Ein Qualitätsgewinn, da Hahn deutlich besser ins von Gisdol favorisiertes Spielsystem passt und deutlich fexibler einsetzbar ist.

Papadopoulus –> Nach der Leihe wurde ein marktüblicher Preis an Leverkusen überwiesen. Auch, was wir sicher alle hoffen, wenn sich die Zahlung aufgrund Einsätze noch erhöhen könnte, halte ich die Zahl für absolut sinnvoll. Aufgrund der Verletzungen bei Papadopolous  in den vergangenen Jahren, ist dieser Transfer natürlich ein Risiko. Hoffen wir also, dass der HSV einen Nachschlag zahlen muss.

Pollersbeck –> ca. 3,5 Mio gingen als Ablöse nach Kaiserslautern. Bei diesem Transfer bin ich etwas unsicher. Auf der einen Seite musste  ein weiterer Torwart verpflichtet werden. Auf der anderen Seite hätte es vielleicht auch anderer, günstiger Torwart getan? Das Pollercbeck durchaus Qualität hat zeigte sein Einsatz im Sommer bei der U21 EM, wo er als Stammtorwart zum Titelgewinn einen großen Teil beisteuerte. Hinzu haben die Verantwortlichen wohl auch die Talentschmiede Kaiserslautern im Hinterkopf gehabt. Aktuell könnte man auf alle Fälle sagen, dass es Mathenia nicht geschadet hat, sondern vielleicht sogar einen weiteren Schub gegeben hat.

Rick van Drongelen – 3 Mio hat der HSV zahlen müssen. Und die ersten Eindrücke waren wirklich sehr gut. Aufgrund der Tatsache, dass Gisdol im Moment das Gefühl hat, Santos sei nicht frei im Kopf aufgrund des möglichen Wechsels, hat er 2x auf ihn verzichtet und van Drongelen auf seine “Nebenposition” eingesetzt. Dieses hat er mit seinen 18 Jahren eindrucksvoll umgesetzt. Seine Hauptposition ist aber eigentlich die Innenverteidigung.

Thoelke – Kam ablösefrei aus Karlsruhe. Jens Todt kennt ihn bereits aus Wolfsburger Zeiten. Neben Papa, Mavraj, van Drongeen ist er die 4. Kraft. Mit einem Einjahresvertrag ist das Risiko der Verpflichtung sehr, sehr gering. In de Vorbereitungsspielen konnte er bereits überzeugen, bis ihn eine Verletzung zurück warf.

Auf der linken Abwehrseite wäre eine zusätzliche Verpflichtung wünschenswert. Bei einem Wechsel von Santos eigentlich sogar 2 LVs… Mehr ist nicht zwingend notwendig.

Und wo ist jetzt die Strategie?

Während wir in den vergangenen Jahren vermeintliche Starspieler mit langen Verträgen und hohen Gehältern ausgestattet haben, so ist in meinen Augen jetzt zum einen Entwicklungspotential im Kader und zum anderen haben wir einige interessante Spieler, die in Zukunft dafür sorgen könnten, dass auch wir vom großen Ablösewahnsinn auch mal wieder ein Stück Kuchen abbekommen könnten. Sicher nicht mit astronomischen Summen. Aber für Spieler wie Wood, van Drongelen, Pollersbeck, Jatta, Waldschidt, Walace, Jung, Kostic gibt es in meinen Augen einige S an Entwicklungspotential. Dazu weitere gute Spieler mit Perspektive, die sicher ihre Chancen bekommen werden. So wie sie Jatta in der vergangenen Saison genutzt hat und anstatt ausgeliehen zu werden, gehört er jetzt zum Kader. Dazu noch Arp und Janjicic.

Nochmal in Kurzfassung zur Strategie: Durch gezielte Investitionen die Kaderqualität erhöhen, mit dem Ziel, die Klasse möglichst früh zu halten und in der Tabelle langsam nach oben zu Klettern, um mehr Geld aus dem TV Topf zu generieren. Durch Erfolg die Werbeeinnahmen weiter zu erhöhen und durch Transfererlöse dann weitere Einnahmen zu generieren. Wie soll man sich sonst von Kühne lösen können? Ein Sofortverzicht hätte bedeutet, auf Neuzugänge wie Papa, Hahn und Pollersbeck zu verzichten. Dazu sehe ich den Kader aber noch nicht bereit. Aus meiner Sicht wäre das Risiko eines Abstieges zu hoch gewesen. Es passiert jetzt egentlich das, was die Aufgabe von Beiersdorfer war. Bedachte Investitionen. Dieses ist leider gründlich gescheitert. Es wird die letzte Chance sein, sich unabhängiger zu machen. Bis dahin müssen wir (leider) immer wieder mit solchen Aktionen a la Kühne leben…

Am Donnerstag, dem Tage des Transferschluss in der Bundesliga, werde ich eine neue Folge des podcast “HSV-Klönstuv” aufnehmen und über die Transfers beim HSV sprechen.

Nur der HSV